Beton und Schnee Winterlager der 9. Klassen in Brigels 19. – 23. März 2007 |
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| Ein eindrückliches Winterlager für die 9.Klässler aus Altdorf in Brigels hat den fünf Klassen und den Leitern mehrheitlich Spass gemacht. Nachfolgend die Schilderung einiger Erlebnisse. Als die Schüler der Oberstufenschule Altdorf in Brigels ankamen, dachten sie, diese Lagerwoche werde sicher toll. Bei der Ankunft im Lagerhaus sahen sich jedoch einige in ein Gefängnis einziehen. Alle Wände waren aus Beton und grau, was aber eigentlich bei einer Militäranlage nicht verwundert. Die anfängliche Betrübtheit war aber zum Glück sehr schnell verflogen. Alle freuten sich aufs Skifahren, Snowboarden oder aufs Langlaufen. Doch leider war das Wetter nicht allzu gut. Der Schnee war knapp, die Temperaturen tief. Trotzdem waren die Jugendlichen jeden Tag auf der Piste und hatten ihren Spass. Schon ab dem zweiten Tag war ein Grossteil der Truppe müde und hatte keine Lust mehr, Wintersport zu betreiben. Der Sonnenschein gegen Ende der Woche war dann eine willkommene Motivationsspritze. Leider gab es auch Unfälle. Einen gebrochenen Armknochen, verstauchte und geprellte Gelenke, unzählige Druckstellen von den Skischuhen und andere Kleinigkeiten. Die Verletzten konnten sich im Lagerhaus nützlich machen, indem sie in der Küche mithalfen, diesen Zeitungsartikel verfassten oder sonst etwas Sinnvolles machten. Es gab Personen bei denen angenommen werden musste, dass sie nicht wirklich verletzt waren, sondern nur zu faul, um auf die Piste zu gehen. Die Schlange vor dem Sanitätsraum wurde somit jeden Morgen länger und die Lehrpersonen hatten immer mehr Mühe, die wirklich Verletzten von den Simulanten zu unterscheiden. Die DrittoberstufenschülerInnen hatten aber nicht nur mit Unfällen zu kämpfen, sondern auch mit Krankheiten oder dem so genanntem „Zickenkrieg“. Die Nerven der Mädchen lagen wegen der körperlichen Erschöpfung des öfteren blank. Die Knaben liessen sich davon zum Glück nicht anstecken. An dieser Stelle soll auch erwähnt werden, dass entgegen der langläufigen Meinung die Knaben in den Schlafräumen eine viel bessere Ordnung hatten. Die Leiterinnen und Leiter gaben sich alle Mühe, die Schülerinnen und Schüler nach dem Abendessen zu unterhalten, damit sie genug müde ins Bett kamen. Ein Abendspaziergang durch das Dörfchen Brigels, ein Orientierungslauf und Spielabende wurden organisiert. Dies hat aber nicht immer zum gewünschten Erfolg geführt. Bei den Mädchen wurde noch sehr lange in die Nacht hinein geplaudert und im Zimmer hin und her gelaufen. Die Jungs hielten sich mit Hilfe von Wasserpistolen gegenseitig wach. Allen Schülern ist klar, dass es im Lager ohne Regeln nicht geht. Beinahe 80 Teenies unter Kontrolle zu halten ist gar nicht so einfach. So gab es denn auch die einen oder anderen Regeln, welche zwingend eingehalten werden mussten. So war zum Beispiel für die wenigen Raucherinnen und Raucher der Griff nach der Zigarette vier Mal im Tag erlaubt. Dies aber nur unter der Begleitung einer Lehrperson und einem vorgängig von den Eltern unterzeichnetem schriftlichen Erlaubnisschreiben. Eine weitere Regel war die strickte räumliche Trennung von Mädchen und Knaben ausserhalb der gemeinsamen Aktivitäten. Diese Regel wurde zu hundert Prozent eingehalten. Einige Jungs haben morgens um zwei Uhr versucht, zu den Mädchen zu schleichen. Sie hatten jedoch nicht damit gerechnet, dass einige Lehrpersonen noch wach waren. Dies bewog sie dazu, das Unterfangen schleunigst aufzugeben. Im Grossen und Ganzen hatten fast alle Beteiligten viel Spass an diesem Lager. Die Freizeit im Lagerhaus wurde genutzt, um neue Kontakte zu knüpfen und sich besser kennen zu lernen. Da viel Energie in den Wintersport gesteckt wurde, waren am Ende des Lagers fast alle wie die Profis auf der Piste unterwegs. |